Geplante Rentenversicherungspflicht für Selbstständige

(ein Text von Hans Huber)

 


 

Vier Millionen Selbstständige gibt es in Deutschland davon sind rund 20% rentenversicherungspflichtig. Für die Große Koalition sind das zu wenig. Voraussichtlich wird daher noch vor dem 3. Quartal 2020 ein Gesetz beschlossen, dass künftig den Selbstständigen zur Altersvorsorge zwingt.
 

Betroffen sind grundsätzlich alle Selbstständigen gemäß Sozialversicherungsrecht, beispielsweise Einzelunternehmer, Gesellschafter einer OHG oder GbR und eingetragene Kaufleute.
 

Unternehmer die bisher also noch keine Rentenversicherungsbeiträge in die gesetzliche Rente einzahlen, werden sich mit dem neuen Gesetz beschäftigen müssen.

 

 

 

 

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Plan der Politiker für die „Unternehmer-Pflichtrente“

 

Wie die Zwangsversicherung aussieht ist noch nicht ganz klar. Es wird aller Voraussicht eine Wahlmöglichkeit zwischen der gesetzlichen Rentenversicherung (GRV) oder einer privaten Altersvorsorge geben. Das bereits bestehende Modell der Rürup-Rente, scheint aktuell das wahrscheinlichste Instrument zur privaten Altersversorgung zu sein, da diese einige vergleichbare Eigenschaften wie die gesetzliche Rentenversicherung besitzt. Beispielsweise ist Sie ebenfalls nicht vererbbar, beleihbar oder kapitalisierbar.

 

Wie funktioniert die RürupRente

Noch vieles ungeklärt

 

Wer jetzt schon wissen will, was auf Ihn zukommt, muss sich noch etwas gedulden. Denn bisher ist noch nicht ganz klar, wer alles unter die Rentenversicherungspflicht fallen wird.

Ebenso sind die Ausnahmen unklar, wie Gründer behandelt werden und ob bspw. bestehende Rentenversicherungen außerhalb des Rürup Modells angerechnet werden können?

Wie Selbstständige jetzt schon reagieren können

 

Noch sind die Marktzinsen niedrig und Geld für Erspartes gibt es von den Banken nicht. Da ist es für Selbstständige attraktiv, jetzt schon in die Rürup-Rente einzuzahlen. Angestellte und Selbständige haben hier die Möglichkeit zwischen 25,00 € - 2.025,00 € monatlich einzubezahlen und diese Beiträge zu 88% (2019) von der Steuer abzusetzen. Das führt schnell zu einer staatlich garantierten Rendite von über 20%. Zudem kann das Geld gewinnbringend in die Wirtschaft investiert werden um zusätzliche Gewinne zu generieren.